Fachplanung & Konzeption

Ihr zertifizierter Partner für Brandmeldeanlagen nach DIN 14675

Auf einen Blick

Norm
DIN 14675-1:2020
Zertifizierung
Akkreditierte Stelle nach DIN 14675-2
Einsatzgebiet
Rhein-Main-Gebiet (40 km um Mainz)
Erstberatung
Kostenlos und unverbindlich

Fachplanung und Konzeption von Brandmeldeanlagen

Eine Brandmeldeanlage ist nur so gut wie ihre Planung. Die sorgfältige Fachplanung legt den Grundstein für eine normkonforme, wirtschaftliche und zuverlässig funktionierende Anlage. Als zertifizierter Fachplaner nach DIN 14675 entwickeln wir Brandmelde- und Alarmierungskonzepte, die exakt auf Ihr Gebäude, Ihre Nutzung und Ihre Schutzziele zugeschnitten sind – für Projekte im Raum Mainz und Rhein-Main.

Das Brandschutzkonzept als Ausgangspunkt

Jede BMA-Planung beginnt mit der Analyse des genehmigten Brandschutzkonzepts. Dieses wird vom Brandschutzplaner (in der Regel ein Architekt oder Ingenieur mit Sachkundenachweis) erstellt und von der Bauaufsichtsbehörde geprüft. Das Brandschutzkonzept definiert:

  • Ob eine Brandmeldeanlage erforderlich ist und in welchem Umfang
  • Die Schutzziele (Personenschutz, Sachwertschutz, Umweltschutz)
  • Den geforderten Schutzumfang (Vollschutz, Teilschutz, Einrichtungsschutz)
  • Anforderungen an Brandfallsteuerungen und Schnittstellen zu anderen technischen Anlagen
  • Die Notwendigkeit einer Aufschaltung auf die Feuerwehr

Der Fachplaner für Brandmeldeanlagen übersetzt diese übergeordneten Anforderungen in ein konkretes, technisch umsetzbares Konzept.

Das Brandmelde- und Alarmierungskonzept (BMAK)

Mit der Überarbeitung der DIN 14675 wurde das Brandmelde- und Alarmierungskonzept (BMAK) als zentrales Planungsdokument eingeführt. Der Fachnormenausschuss Feuerwehrwesen (FNFW) beim DIN hat hierzu ein standardisiertes Template entwickelt, das eine strukturierte und vollständige Konzepterstellung sicherstellt.

Das BMAK bildet die Brücke zwischen dem Brandschutzkonzept und der technischen Ausführungsplanung. Es dokumentiert alle wesentlichen Festlegungen und dient als verbindliche Grundlage für die Errichtung. Ein vollständiges BMAK umfasst:

  • Beschreibung des Objekts und seiner Nutzung
  • Definition der Schutzziele und des Schutzumfangs
  • Festlegung der Überwachungsart je Bereich
  • Alarmorganisation und Alarmierungskonzept
  • Brandfallsteuermatrix
  • Schnittstellendefinition zu anderen Gewerken
  • Anforderungen an die Feuerwehrperipherie

Schutzziele und Schutzumfang

Die Definition der Schutzziele ist der entscheidende Schritt in der Konzeptphase. Sie bestimmen, was die Brandmeldeanlage leisten muss:

  • Personenschutz: Frühzeitige Alarmierung zur sicheren Evakuierung aller Gebäudenutzer
  • Sachwertschutz: Schnelle Branddetektion zur Minimierung von Brandschäden
  • Umweltschutz: Vermeidung von Umweltschäden durch Brandfolgeprodukte
  • Betriebsschutz: Minimierung von Betriebsunterbrechungen durch frühzeitige Intervention

Der Schutzumfang legt fest, welche Bereiche des Gebäudes überwacht werden: Vollschutz (alle Räume), Teilschutz (ausgewählte Bereiche) oder Einrichtungsschutz (einzelne Anlagen oder Einrichtungen). Die Wahl des Schutzumfangs hat direkte Auswirkungen auf Anlagengröße, Kosten und Anforderungen an die Feuerwehrperipherie.

Alarmorganisation

Die Alarmorganisation definiert, wer im Brandfall wie alarmiert wird. Sie ist ein zentraler Bestandteil des BMAK und umfasst:

  • Interne Alarmierung: Wie werden Gebäudenutzer gewarnt? Über akustische Signalgeber, Sprachalarmanlage oder eine Kombination? Welche Zonen werden in welcher Reihenfolge alarmiert?
  • Weiterleitung an die Feuerwehr: Erfolgt eine automatische Aufschaltung über eine Übertragungseinrichtung? Welche Meldergruppen werden aufgeschaltet, welche intern verarbeitet?
  • Benachrichtigung weiterer Stellen: Betriebliche Sicherheitskräfte, Haustechnik, Werkfeuerwehr, Geschäftsleitung – wer wird wie informiert?
  • Eskalationsstufen: Zweistufige Alarmierung (Voralarm/Hauptalarm) oder sofortige Vollalarmierung?

Brandfallsteuerungen

Ein wesentlicher Planungsaspekt sind die Brandfallsteuerungen – automatische Steuerungsvorgänge, die im Brandfall durch die BMA ausgelöst werden:

  • Aufzüge: Brandfallsteuerung gemäß DIN EN 81-73 – Aufzüge fahren in die Evakuierungsebene und werden außer Betrieb genommen.
  • Brandschutztüren und Feststellanlagen: Türen in Brandwänden werden über Feststellanlagen nach DIN EN 14637 freigegeben und schließen selbsttätig.
  • Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA): Automatische Öffnung von Rauch- und Wärmeabzügen zur Entrauchung.
  • Lüftungsanlagen: Abschaltung der Regellüftung, ggf. Aktivierung der Entrauchung oder Druckbelüftung von Rettungswegen.
  • Türöffnung: Entriegelung von Fluchtwegtüren mit elektrischer Verriegelung.
  • Sprachalarmanlage: Auslösung zonenspezifischer Durchsagen.

Alle Brandfallsteuerungen werden in einer Brandfallsteuermatrix dokumentiert, die genau festlegt, welcher Auslösefall welche Steuerung bewirkt.

Schnittstellen zu anderen Systemen

Eine moderne Brandmeldeanlage steht nicht isoliert, sondern kommuniziert mit zahlreichen anderen technischen Systemen. Die Schnittstellenplanung ist ein kritischer Planungsschritt:

  • Sprachalarmanlage (SAA): Ansteuerung nach DIN VDE 0833-4
  • Löschanlagen: Sprinkleranlagen, Gaslöschanlagen, Wassernebellöschanlagen – Auslösung und Rückmeldung
  • Feststellanlagen: Ansteuerung über die BMA oder eigenständige Auslösung mit Rückmeldung
  • Einbruchmeldeanlagen (EMA): Koordination von Scharfschaltung und Brandalarm, Vermeidung von Konflikten
  • Gebäudeautomation: Übergabe von Zustandsinformationen an die Gebäudeleittechnik
  • Videoüberwachung: Automatische Kameraaufschaltung bei Brandalarm

Checkliste für die Brandschutzkonzept-Bewertung

Für eine systematische Bewertung des Brandschutzkonzepts im Hinblick auf die BMA-Planung empfehlen wir die Verwendung einer strukturierten Checkliste, wie sie auch vom Bundesverband der Hersteller- und Errichterfirmen von Sicherheitssystemen (BHE) empfohlen wird:

  • Ist der Schutzumfang eindeutig definiert?
  • Sind alle zu überwachenden Bereiche benannt?
  • Sind die Brandfallsteuerungen vollständig beschrieben?
  • Ist die Aufschaltung auf die Feuerwehr gefordert?
  • Sind die Anforderungen an die Feuerwehrperipherie definiert?
  • Sind Schnittstellen zu anderen Gewerken beschrieben?
  • Liegt ein Entrauchungskonzept vor?
  • Sind Kompensationsmaßnahmen durch die BMA vorgesehen?

Dokumentation

Die vollständige Planungsdokumentation umfasst nach DIN 14675:

  • Brandmelde- und Alarmierungskonzept (BMAK)
  • Grundrisspläne mit Melderpositionierung
  • Meldergruppenverzeichnis
  • Strangschema der Anlage
  • Brandfallsteuermatrix
  • Leistungsverzeichnis
  • Schnittstellenbeschreibungen
  • Energieversorgungsnachweis

Professionelle BMA-Fachplanung

Eine fundierte Fachplanung spart Zeit und Kosten in der Umsetzung und vermeidet Nachbesserungen bei der Sachverständigenprüfung. Kontaktieren Sie uns für eine kompetente Fachplanung Ihrer Brandmeldeanlage – wir bringen Erfahrung, Normkenntnis und regionale Expertise zusammen.

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Häufig gestellte Fragen

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